Das hören wir in fast jedem Erstgespräch. Und in den meisten Fällen stimmt es nicht.
Was Einrichtungen damit meinen: Der Gruppenraum ist voll, die Möbel sind aus 2009, im Flur stapelt sich Material, das Außengelände ist kein Architekturmagazin. Die Sorge dahinter ist: Wenn Bewerber das sehen, kommen sie nicht.
Es ist umgekehrt. Pädagogische Fachkräfte kennen den Beruf. Sie wissen, wie eine Kita von innen aussieht. Was sie abschreckt, ist nicht die abgenutzte Garderobe, sondern ein Film, der so glatt ist, dass er offensichtlich nicht die Wahrheit zeigt. Wer im Video ein Designstudio verspricht und im Vorstellungsgespräch einen normalen Gruppenraum liefert, verliert die Leute genau dann, wenn es teuer wird: nach der Einstellung.
Dazu kommt: Bewerber entscheiden sich nicht für Räume. Sie entscheiden sich für ein Team, für eine Leitung und für die Frage, ob sie hier durchatmen können. Nichts davon hängt an der Wandfarbe.
Der Rest ist unser Job. Wir wählen Ausschnitt, Perspektive und Licht so, dass Ihre Einrichtung nach sich selbst aussieht, nur in ihrer besten Version. Wir drehen morgens, wenn das Licht durchs Fenster kommt. Wir drehen den aufgeräumten Bereich statt der Abstellkammer. Wir arbeiten mit Nähe und Unschärfe, statt eine leere Weitwinkeltotale hinzustellen. Und wenn wirklich gerade Baustelle ist: Wir drehen im Außenbereich, im Park nebenan oder wir warten, bis der Umbau fertig ist. Das kostet Sie nur ein Gespräch, keinen Fehlversuch.